Erste Tablet-Schule im Landkreis Mainz-Bingen

Arbeit an den Tablets im NaWi-Unterricht

Arbeit an den Tablets im NaWi-Unterricht

Nach der erfolgreichen Bewerbung bei „Medienkompetenz macht Schule 2013“, einem ausgefeilten Medienkonzept für die Jahrgänge 5-9 und einem Studientag für das gesamte Kollegium ist es nun soweit: Das Gymnasium Nackenheim wird Tablet-Schule und ist damit Vorreiter für alle anderen Schulen im Landkreis Mainz-Bingen.

Das Tablet als vielseitig einsetzbares „Schweizer Taschenmesser“ der modernen Methodik, wie es Studienrat Zinecker von der Arbeitsgruppe „Medienkompetenz“ gerne nennt, soll nun Einzug in die Nackenheimer Klassenräume halten. Nach und nach sollen zukünftige Oberstufenschüler mit eigenen iPads ausgestattet werden, um damit im Unterricht und zuhause lernen zu können. Für die fachgerechte moderne Ausstattung aller Räume mit WLAN, Videoprojektoren und Aktiv-Boxen, die Anschaffung von iPads für die Oberstufe und die Begleitung durch einen technischen Assistenten investiert der Schulträger 600.000 Euro und weist damit deutlich den Weg in die Zukunft des modernen Lernens.

„Dieses Tablet-Projekt soll eine Tür öffnen und der Schule den Zugang zu modernen Arbeitsweisen ermöglichen. Mainz-Bingen ist und bleibt Bildungslandkreis“, betonte Landrat Claus Schick bei seinem Besuch im Gymnasium am 17. Juni 2014, an dem das Projekt durch die Gesamtkonferenz der Schule endgültig beschlossen wurde.
Der klassische Schulunterricht mit Büchern, Heften, Stift und Tafel soll nun durch den verstärkten Einsatz von iPads sinnvoll ergänzt werden. „Die Stärke und Häufigkeit der Einbindung von Tablets im Unterricht entscheidet jeder Lehrer selbst und kann von Fach zu Fach variieren“, erläuterte Herr Wolf von der Kreisverwaltung Mainz-Bingen. Das Kollegium, das vorab bereits zum Testen mit Leihgeräten von Apple ausgestattet wurde, wird an einem weiteren Studientag speziell zum Umgang mit Tablets geschult und die Firma Apple wird für einzelne Fachbereiche zusätzliche Fortbildungen anbieten. Mitarbeiter der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom Forschungsschwerpunkt Medienkonvergenz werden das innovative Projekt wissenschaftlich begleiten und die Ergebnisse aus dem Unterricht evaluieren.

Auch das Gymnasium Nackenheim trug mit intensiver Vorarbeit dazu bei, dass die schulinternen Voraussetzungen den Weg für das ambitionierte Vorhaben ebneten. „Die Schüler werden bei uns Schritt für Schritt und altersangemessen an den kompetenten Umgang mit modernen Medien herangeführt“, erläuterte Oberstudienrat Zimmermann das Medienkonzept des Gymnasiums. So werden für die Orientierungsstufe Medienkompetenztage durchgeführt, die Mittelstufenschüler erfahren in Workshops und in Ausbildungen zu Medienscouts Chancen und Risiken der neuen Medien und auch die Eltern werden an speziellen Elternabenden durch Vorträge von Experten in das Konzept integriert. So sollen die Kenntnisse der Schüler stufenweise erweitert werden, damit ab der Oberstufe, die am G8-Gymnasium in der 10. Jahrgangsstufe beginnt, ein verantwortlicher Umgang mit den Tablets vorausgesetzt werden kann.

„Wir freuen uns, dass wir dieses zukunftsweisende Vorhaben gemeinsam mit dem Schulträger angehen können“, zeigt sich Schulleiterin Helga Lerch sichtlich zufrieden, dass ihre Schule als Projekt-Schule ausgewählt wurde. „Die Erfahrungen dieses Projekts können durchaus später an andere Schulen im Landkreis übertragen werden“, wies Landrat Schick am Ende seines Besuchs auf die bevorstehende Pionier-Arbeit des Gymnasiums Nackenheim hin, denn bei guten Ergebnissen im Umgang mit den Tablets im Unterricht sollen langfristig auch andere Schulen damit ausgestattet werden.