Erstes Sozialpraktikum: „Wir sind reifer geworden“

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Nach einer intensiven Vorbereitungszeit von mehreren Monaten wurde Ende Januar das 1. Sozialpraktikum für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 am Gymnasium Nackenheim zum Abschluss gebracht. Eine Arbeitsgruppe aus Lehrerinnen und Lehrern erarbeitete eine Konzeption, die nunmehr von den 9. Klassen an vielen sozialen Einrichtungen in der näheren und weiteren Umgebung umgesetzt wurde. Im Unterschied zum Berufspraktikum der Oberstufe, das eine klare Ausrichtung auf mögliche spätere Berufsfelder hat, steht bei einem Sozialpraktikum das soziale Engagement der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Vier Tage wurde in sozialen Einrichtungen mitgeholfen – danach gab es eine Reflexionsphase in einer Jugendherberge, die intensiv von den jeweiligen Religions- und EthiklehrerInnen und den KlassenlehrerInnen begleitet wurde.

Das Fazit der SchülerInnen war überwältigend. Viele berichteten, dass sie gerne länger geblieben wären und viele Erfahrungen gesammelt hätten. Verantwortung übernehmen dürfen, den Blick auf Menschen lenken, denen man helfen darf, das Glücksgefühl der Dankbarkeit erleben – selbst bei kleinen Hilfeleistungen – dies waren einige der vielen positiven Rückmeldungen. Darüber hinaus lernten die SchülerInnen für sie neue Organisationsstrukturen kennen – in Alten- und Pflegeheimen, Krankenhäusern, Schmerzzentren, bei sozialen Hilfeträgern, Schwerpunktschulen, Behinderteneinrichtungen etc. „Wir haben viele menschliche Schicksale kennengelernt und sind in diesen vier Tagen reifer geworden“, bringen es die Neuntklässler auf den Punkt.

Schulleiterin Helga Lerch zeigte sich überaus erfreut über das positive Echo. „Wir werden in der Nachbetrachtung darüber beraten das Sozialpraktikum für das nächste Schuljahr zeitlich auszubauen“, so die Schulleiterin. Für das Gymnasium Nackenheim ist das Sozialpraktikum Teil des Wertekonzepts der Schule. „Gerade unsere Schüler an einem G8-Gymnasium haben eine besondere soziale Verpflichtung ihr Können weiterzugeben“, resümiert Helga Lerch abschließend.