AG Miteinander – ein generationenübergreifendes Projekt

AG Miteinander

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Wie gelingt es, ältere und jüngere Menschen zusammenzubringen und beiden Generationen damit eine Freude zu machen? Diese Frage stellte sich Maria Wügner-Schäfer, Lehrerin für katholische Religion am Gymnasium Nackenheim. Sie löste diese, indem sie kurzerhand eine Arbeitsgemeinschaft „Mitmenschen erleben“ gründete und sie im Rahmen des vielfältigen AG-Angebots der Schule publik machte: „Eine Idee zu haben ist zunächst nicht schwer. Schwieriger ist es, Menschen zu finden, die bereit sind, sich Zeit für andere zu nehmen, sich um ihre Mitmenschen kümmern zu wollen und somit die Welt ein wenig heller zu machen“, so Wügner-Schäfer. Doch so schwierig wie gedacht war es nicht, denn seit einem halben Jahr schon wirken eifrige Schülerinnen der 6. Klassen bei dem generationenübergreifenden Projekt mit und besuchen regelmäßig die Bewohner der Vitalis Seniorenpflege im nahegelegenen Haus Hieronymus in Nackenheim.

Wunderbare Momente dürfen hier Menschen unterschiedlichster Altersstufen erfahren. Beim Spiel wie „Mensch ärgere dich nicht“, Dame oder Schach sieht man ernste, aber auch lachende Gesichter. Schnell kommen alle Beteiligten dabei ins Erzählen, es folgen Einladungen und Besuche auf den Zimmern, alles Gelegenheiten, sich mehr kennen und mögen zu lernen. Alle freuen sich über die Abwechslung und die Zeit verfliegt viel zu schnell. „Müsst ihr schon wieder gehen?“, heißt es dann bei den Älteren. „Leider, aber wir kommen gerne wieder!“ ist die Antwort.

AG Miteinander

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„Einige der Gäste des Hieronymus-Hauses erwarten die Kinder bereits vor der Tür, im Gepäck haben sie Spiele, aber auch Geschichten aus ihrem bewegten Leben“, beschreibt die engagierte Religionslehrkraft die Begegnung, auf die beide Seiten immer wieder voller Spannung warten.
„Die Kinder zeigen bei den Besuchen Kreativität und Einsatzbereitschaft, Zuverlässigkeit und Engagement gepaart mit natürlicher Neugier, daher waren Überwindungsprobleme von Anfang an kein Thema“, freut sich Frau Wügner-Schäfer über die gelungene AG, die passend zur aktuellen vorweihnachtlichen Zeit Raum für umgesetzte Nächstenliebe lässt.

Auch Schulleiterin Helga Lerch begrüßt den Kontakt zwischen ihren Schülern und den Bewohnern des Seniorenheims: „Werte und deren Vermittlung liegen unserer Schulgemeinschaft besonders am Herzen. Diese AG zeigt, dass man Werte im Schulalltag leben und mit anderen teilen kann.“

Damit die AG weiterhin ein Teil des Nackenheimer Wertekonzepts bleibt, soll sie auch in der Zukunft Bestand haben. „Es werden sich auch bestimmt weiterhin Schüler finden, die ein Zeichen der Hoffnung setzen und das begonnene Projekt fortführen“, äußert sich die Initiatorin Wügner-Schäfer zuversichtlich.