„Gegen das Vergessen“ – Gedenktag zum 9. November

Verwüstetes jüdisches Geschäft

Verwüstetes jüdisches Geschäft
Quelle: http://naziwarcrimes.files.wordpress.com/2008/01/kristallnacht-1.jpg (15 November 2008)

Der 9. November ist ein Schicksalstag der Deutschen – im positiven wie im negativen Sinne. Die meisten denken wohl zuerst an den Fall der Mauer. Aber dieses Datum steht auch für die schrecklichen Seiten der deutschen Geschichte, wie der katholische Religionskurs in einer Ausstellung mit Bildern und Texten im Raum der Stille darstellte.

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 setzten organisierte Schlägertrupps jüdische Geschäfte und Gotteshäuser in Brand. Sie zerstörten jüdische Wohnungen, Läden und Büros, Synagogen und öffentliche jüdische Einrichtungen. Diese Nacht, auch Reichskristallnacht“ genannt, bezieht sich auf die überall verstreuten Glasscherben.

Tausende Juden wurden im Anschluss misshandelt, verhaftet, getötet oder in den Suizid getrieben. Diese Nacht war das offizielle Signal zum größten Völkermord in der Geschichte der Menschheit. Etwa 100 Protestnoten ausländischer Vertretungen gingen nach dem 10. November 1938 beim Auswärtigen Amt in Berlin ein. Demnach waren trotz gegenteiliger Befehle auch ausländische Juden unter den Opfern der Pogrome. Die Proteste wurden aber kommentarlos in die Reichskanzlei weitergeleitet und verschwanden dort in den Akten.

Alle Schülerinnen und Schüler sowie die Lehrkräfte konnten am 9. und 10. November die Ausstellung besuchen. In anschließenden Unterrichtsgesprächen war die einhellige Meinung, dass die Erinnerung an diese schrecklichen Ereignisse nie enden dürfe. Zukünftige Generationen sollen zur Wachsamkeit gemahnt werden.