Exkursion der 10. Jahrgangsstufe nach Osthofen

Einen Tag nach dem Holocaust-Gedenktag fand am 28. Januar die von der Fachschaft Religion/Ethik organisierte Exkursion des gesamten 10. Jahrgangs in das ehemalige Konzentrationslager Osthofen statt. Es handelte sich um eines der ersten von den Nationalsozialisten errichteten Konzentrationslager, das allerdings nur von März 1933 bis Juli 1934 existierte. Im Gegensatz zu dem KZ Auschwitz diente das ehemalige Möbellager in Osthofen der Inhaftierung vor allem politisch Andersdenkender und nicht als Vernichtungslager. Ziel der Inhaftierung mit grausamen Folterungen war die politische Gleichschaltung am Beginn der Herrschaft der Nationalsozialisten.
Nach einem einführenden Vortrag mithilfe von Bild- und Filmdokumenten wurden die Grundkurse Religion und Ethik über das Gelände geführt. Im Anschluss blieb noch Zeit, um die Dauerausstellung „Verfolgung und Widerstand in Rheinland-Pfalz 1933 – 1945“ zu besichtigen. Beendet wurde der Besuch der Gedenkstätte schließlich mit einer Reportage, in der die vorherigen Informationen noch einmal in einem Zeitzeugeninterview gebündelt wurden. Besonders interessant waren auch die sehr ambivalenten Äußerungen der Bevölkerung Osthofens zu dem

Exkursion nach Osthofen

Exkursion nach Osthofen

ehemaligen Konzentrationslager.
Der Leistungskurs Geschichte bekam nachmittags über das übliche Programm hinaus die Gelegenheit, sein vormittags erworbenes Wissen in Workshops zu vertiefen. An Originalakten von Inhaftierten, die zum Teil aus ihren Heimatorten stammten, ermittelten einige Schüler/-innen die Gründe für ihre Haft in Osthofen. Andere wählten einen kreativeren Zugang, indem sie Fotographien zum Sprechen bringen sollten.
Insgesamt war die Resonanz seitens der Mitarbeiter in Osthofen sowie seitens der Schüler/-innen positiv.