Deutsch-französische Austauschwoche mit über 60 Beteiligten

Teilnehmer des deutsch-französischen Austauschs

Teilnehmer des deutsch-französischen Austauschs

„Interkulturelle Erfahrungen sind nur durch direkte Begegnungen und gemeinsame Erfahrungen möglich!“ Da sind sich alle Neuntklässler des Gymnasiums Nackenheim einig. Insgesamt über 60 französische und deutsche Schüler/-innen beteiligten sich dieses Jahr kurz vor den Osterferien am deutsch-französischen Schüler-austausch des Gymnasiums Nackenheim mit dem Lycée Fabert Metz.

Die Partnerregion kennenlernen, Verständnis für kulturelle Unterschiede und den Schulalltag im Nachbarland entwickeln, aber auch Sprachgrenzen und Grenzen in den Köpfen überwinden und ganz einfach gemeinsam Spaß haben – die Neuntklässler aus den Gemeinden des Einzugsgebietes und Gleichaltrige des deutsch-französischen Zweiges (Abi-Bac) des Lycée Fabert aus Metz sind mit dem Schüleraustausch ziemlich zufrieden. Eine Woche lang arbeiteten sie in deutsch-französischen Projektgruppen rund um die deutsch-französischen Beziehungen. Während des Programms, das auf deutscher Seite von Katharina Kaiser und Christian Tremmel  betreut wurde, erfuhren sie auch eine ganze Menge über die beiden Grenzregionen Lothringen und  Rheinland-Pfalz, aktuelle Entwicklungen (Landtagswahlen, Fusion der Regionen im Osten Frankreichs…), die Städte Metz und Mainz sowie die deutsch-französische Geschichte.

„Dass Deutsche und Franzosen sich heute oft gut verstehen und durch eine Fülle von Kooperationen miteinander verbunden sind, ist keine Selbstverständlichkeit“, so der Austauschbeauftragte des Gymnasiums Nackenheim, Christian Tremmel: „Wir brauchen auch in den kommenden Generationen Mittler, die die Sprache und Kultur des Nachbarn verstehen!“ Auf französischer Seite wurde der Austausch in diesem Jahr von Elise Méchin und Mélanie Meilhac betreut.

Was denken junge Deutsche heute über ihre Nachbarn in Frankreich? Was denken Franzosen heute über Deutsche? Bleiben Deutsche und Franzosen „fremde Freunde“ oder sind Austausch und wirkliche Begegnungen zwischen Europäern heute noch genauso wichtig wie früher? Solche und ähnliche Fragen beschäftigten die Gymnasiasten diese Woche, während der Begegnung mit ihren Gästen aus Metz.
Bereits am Mittwoch fuhren die Nackenheimer Gymnasiasten nach Metz, um die erste Hälfte der deutsch-französischen Woche in den  französischen Gastgeber-Familien zu verbringen. Neben einer Stadtführung, dem Besuch des Centre Pompidou in Metz und Einblicken in den französischen Schulalltag, arbeiteten die Austauschpartner in deutsch-französischen Tandems an Projekten rund um ihr Umfeld und deutsch-französische Themen.

Nach der gemeinsamen Fahrt nach Nackenheim am Samstag geht das Programm in den deutschen Familien weiter. Dabei stehen für die französischen Gäste auch Ausflüge in die Landeshauptstadt Mainz und nach Frankfurt auf dem Programm. Die Ergebnisse der Projektarbeit werden vor den Osterferien in einer eindrucksvollen Ausstellung präsentiert, bevor die Gäste wieder nach Frankreich zurückfahren.