Unsere Fremdsprachassistentin Kate

Viele angehende Lehrerinnen und Lehrer verbringen während ihrer Studienzeit ein oder zwei Semester im Ausland, um Praktika in pädagogischen Einrichtungen zu absolvieren und die eigenen Fremdsprachkenntnisse zu intensivieren. Auch Kate aus Oxford nutzte dieses Angebot und unterstützte die Kolleginnen und Kollegen ein Jahr lang tatkräftig im Unterricht. Ebenso leitete die sympathische zwanzigjährige Germanistikstudentin eine eigene Englisch-Konversations-AG, in der die Schülerinnen und Schüler von ihren muttersprachlichen Kenntnissen profitierten. Wie es Kate in Deutschland gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Interview:

Fremdsprachenassistentin Kate

Fremdsprachenassistentin Kate

Kate, wie kamst du darauf, eine so schwierige Sprache wie Deutsch zu studieren?

Kate: Deutsch war schon in der Schule mein Lieblingsfach. Ich hatte eine sehr gute Lehrerin. Außerdem interessiere ich mich sehr für deutsche Literatur, mein Lieblingsschriftsteller ist Brecht.

Dein Deutsch ist sehr gut und grammatikalisch korrekt!

Kate: Vielen Dank, ich gebe mein Bestes!

Du hast erwähnt, dass du in Mainz wohnst. Wie gefällt es dir dort?

Kate: Ja, ich wohne in Mainz in einer WG, was sehr schön ist. In Mainz fühle ich mich wie zu Hause, die Stadt ist nicht zu groß und nicht zu klein – genau richtig! Ich war an der Zitadelle, am Rhein und natürlich auch in der City, zum Shoppen. (lächelt)

Was hast du bisher noch unternommen?

Kate: Ich war in München auf dem Oktoberfest – ich hatte übrigens keinen Kulturschock! (lacht) Außerdem habe ich Wiesbaden, Frankfurt und Bielefeld besucht.

Was hat dir am Gymnasium Nackenheim besonders gut gefallen?

Kate: Die nette Stimmung im Kollegium und die lieben Schüler! Positiv aufgefallen ist mir, dass im Englischunterricht ausschließlich Englisch gesprochen wird. Neu für mich war die Notentransparenz, die ich aus England so nicht kenne. Den Schülern wird nach jeder Arbeit die Notenstatistik präsentiert und die Lehrer erklären ganz genau, wie die Note zustande gekommen ist.

Wie sieht deine berufliche Zukunft aus?

Kate: Das weiß ich noch nicht, eventuell werde ich Lehrerin. Das Problem ist nur, dass Deutsch nur an wenigen Schulen unterrichtet wird und von Französisch verdrängt wird. Das finde ich persönlich sehr schade, schließlich kann man Literatur und Kultur ohne den Schlüssel, nämlich die Originalsprache, nicht richtig genießen.

Wie bedanken uns bei Kate für die tatkräftige Unterstützung und wünsche ihr alles Gute. Möge sie an ihrem Berufswunsch als Lehrerin festhalten, die besten Voraussetzungen dafür bringt sie nämlich mit!