Erster Platz beim Wettbewerb der LpB-Rheinland Pfalz

„Die Rolle des Sports in unserer Gesellschaft“ lautete eines der Themen des diesjährigen Jugendwettbewerbs der Landeszentrale für Politische Bildung. Dem Motto „mitgedacht – mitgemacht“ folgend nahm sich der Leistungskurs Geschichte (MSS 10) unter der Leitung von Frau Kaiser dieses Themas an und präsentierte im Juni allen Interessierten die multimediale Ausstellung „Olympia  1936 – ein reiner Propagandaakt?“ Nach der Begrüßung durch den kommissarischen Schulleiter Herrn Franke, der auf die Wichtigkeit, Geschichte in der Schule durch Themen, die bis in die Gegenwart reichen, erlebbar und begreifbar zu machen, hinwies, nahm die Geschichtslehrerin Frau Kaiser die Zuhörer auf eine historische Reise mit. Fokussiert wurden in ihrem Vortrag die Olympischen Spiele 1936, die als Propagandamittel für das nationalsozialistische Deutschland fungierten. Berlin wurde für die Olympischen Spiele herausgeputzt, die Judenverfolgung kaschiert, die Berichterstattung sowie Fotografie zensiert. Nur wenige trauten sich, zum Boykott gegen das nach außen Weltoffenheit und Gastfreundschaft fingierende Regime aufzurufen, darunter der berühmte deutsche Schriftsteller Heinrich Mann: „Ein Regime, das sich stützt auf Zwangsarbeit und Massenversklavung; ein Regime, das den Krieg vorbereitet und nur durch […] Propaganda existiert, wie soll ein solches Regime den friedlichen Sport und freiheitlichen Sportler respektieren?“

LK Geschichte

LK Geschichte MSS 10

Doch wie verhielt es sich mit den ausländischen Medien? Mit dieser spannenden Frage beschäftigte sich der LK Geschichte (MSS 10). Die Schülerinnen und Schüler untersuchten die Reaktionen auf das große sportliche Ereignis, indem sie Zeitungsartikel und Karikaturen der deutsch-, englisch- und französischsprachigen Presse übersetzten, analysierten und interpretierten. Vorbereitet auf diese Arbeit wurden die Schülerinnen und Schüler unter anderem auf der Kursfahrt nach Nürnberg mit dem Schwerpunkt nationalsozialistische Propaganda. Die Ergebnisse wurden in einer beeindruckenden Plakatausstellung präsentiert. Daneben konnten in der multimedialen Ausstellung durch die tatkräftige Unterstützung von Herrn Zinecker historische Requisiten bestaunt und Ausschnitte aus Leni Riefenstahls „Olympia“ auf iPads angeschaut werden. Eingestimmt auf die Ausstellung wurden die Besucher mit einer Lesung zu den Klängen von Maurice Ravel. Einfühlsam trugen die Schülerinnen und Schüler bewegende Berichte von Zeitzeugen vor, darunter Werner Viehs und Dorothea Günther.

Ausstellungssammlung

Ausstellungssammlung

Präsentation auf den iPads

Präsentation auf den iPads

Den ersten Platz für ihre Plakatausstellung „Olypmia 1936 – ein reiner Propagandaakt?“ nahmen die stolzen Gewinner am 28.06.2016 in Mainz entgegen.