Digitales Lernen in den Naturwissenschaften

Dass die sogenannten MINT-Fächer zukunftsweisend sind, ist unbestreitbar. Zu dem Kanon der genannten Fächer gehören auch die Fächer Physik, Chemie und Biologie. An die Absolventen dieser Fächer werden immer höhere Anforderungen gestellt, darunter die im Lehrplan verankerte ‚Medienkompetenz‘. Doch wie lässt sich die Medienkompetenz erlernen und mit den Inhalten des klassischen Unterrichts verknüpfen? Dieser spannenden Frage widmeten sich die zahlreichen Teilnehmer der Fortbildung des Pädagogischen Landesinstituts Rheinland Pfalz „Digitales Lehren und Lernen in Biologie, Chemie und Physik“ am Gymnasium Nackenheim.

Nach einer kurzen Begrüßungsrede der Organisatorin Katharina Franke, die am Gymnasium Nackenheim Physik und Sport unterrichtet, sowie dem Einführungsvortrag „Digitaler naturwissenschaftlicher Unterricht“ fanden praxisorientierte Workshops für alle Teilnehmer statt. Fokussiert wurden dabei unter anderem eigenverantwortliches und selbstständiges Lernen im experimentellen naturwissenschaftlichen Unterricht sowie digitale Messwerterfassung.

Digitales Lernen in den Naturwissenschaften

Digitales Lernen in den Naturwissenschaften

Die ersten Schritte

Die ersten Schritte

Hochkonzentriert wird an den Elementen gearbeitet

Hochkonzentriert wird an den Elementen gearbeitet

Die Teilnehmer konnten live beobachten, wie die Schülerinnen und Schüler der Physik-Leistungskurse (Q-Phase) zu Gestaltern des eigenen Lernens wurden: In Kleingruppen „verwandelten“ sie mithilfe eines kabellosen Datenübermittlers sowie einer App zur Datenauswertung ihre Tablets in mobile Messgeräte, indem sie die Spannung eines selbstständig aufgebauten Stromkreises maßen und auswerteten. Die Referenten fungierten dabei im Hintergrund als Lernberater. Auf die Frage, wo ihrer Meinung nach die Vorteile des digitalen Experimentierens liegen würden, antworteten die Schülerinnen und Schüler: „Der Versuchsaufbau ist einfach und verständlich. Außerdem sparen wir uns jede Menge Papier und können unser Lerntempo selbst bestimmen und uns durch die digitale Vernetzung mit anderen Gruppen austauschen.“ Auch die Vertreterin eines Lehrmittelausstatters, Frau Stefanie Wiedigen, bestätigte diesen Eindruck: „Die Vorteile des digitalen Unterrichts liegen auf der Hand – Stärkung des Teamworks, höhere Motivation und Zeitersparnis.“ Abgerundet wurde die äußerst gelungene Tagung mit einem Abschlussplenum sowie Feedback.

Nicht nur die Medienkompetenz wird hier geschult, sondern auch die Sozialkompetenz

Nicht nur die Medienkompetenz wird hier geschult, ….

....sondern auch die Sozialkompetenz

….sondern auch die Sozialkompetenz

Das Gymnasium Nackenheim wurde 2016 im Rahmen des Landesprogramms „Medienkompetenz macht Schule“ für sein großes Engagement im Bereich Medienkompetenz ausgezeichnet. Neben der kontinuierlichen digitalen Weiterbildung der Schüler und Schülerinnen sowie der Lehrkräfte komplementiert das Beratungsangebot für die Eltern das mediale Konzept der Schule.