„Lächelst du noch oder stirbst du schon?“

Eine Eigenproduktion des GK DS der MSS 11

Am Donnerstagabend vergangener Woche war es soweit: Die Eigenproduktion des Grundkurses Darstellendes Spiel der MSS 11 mit dem Titel „Lächelst du noch oder stirbst du schon?“ feierte in der ausverkauften Turnhalle am Gymnasium Nackenheim Premiere. Ein Jahr lang arbeiteten die Schülerinnen und Schüler des Kurses gemeinsam an der Stückentwicklung. Sie schrieben hierzu das Drehbuch, gestalteten das Bühnenbild und beschafften mit viel Liebe zum Detail Kostüme und Requisiten ihrer Produktion. Darüber hinaus wurden Videoeinspieler gedreht und auch die musikalische Umrahmung ausgewählt. Neben inhaltlichen Aspekten widmeten sich die Schülerinnen und Schüler den organisatorischen Rahmenbedingungen des Stückes: Werbemaßnahmen im Vorfeld, das eigenständige Design von Plakaten, Flyern und Programmheften, ein zweiwöchiger Vorverkauf sowie intensive Probearbeiten außerhalb der Schulzeit gingen der Aufführung voraus.

Das engagierte Durchhaltevermögen des Kurses wurde belohnt: Am Aufführungsabend konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihrer mitreißenden Präsenz auf der Bühne überzeugen und das Publikum überraschen: Lediglich der Aufführungsbeginn fand in der Turnhalle statt. Nachdem dort auf einer durch die Bürgermeisterin (gespielt von Lorena Eby) feierlich eröffneten Kerb inklusive Achterbahn, Würstchenverkäufer, Leierkastenmann und Getränkestand die Kerbeprinzessin Carolin-Sophie von Balek (gespielt von Lena Rößler) zu Tode kam, wurden die Zuschauerinnen und Zuschauer in Ermittlerteams eingeteilt und durchstreiften gemeinsam mit Hilfspolizisten das Schulhaus auf Spurensuche. Das Publikum wurde in die Vergangenheit der Kerbeprinzessin entführt und erhielt einen Einblick in die Gedankenwelt ihres Freundeskreises, auch die Reaktionen ihrer Familienmitglieder auf den Tod sowie Szenen in der Gerichtsmedizin, bei der Polizei sowie eine Begegnung der Bürgermeisterin mit den in Drogenhandel verstrickten Budenbesitzern der Kerb regten zum Nachdenken an und erweiterten den Kreis der Verdächtigen stetig. Nachdem sich das Publikum schließlich wieder in der Halle gesammelt hatte, wurde innerhalb der Ermittlerteams über potentielle Täter und Motive diskutiert. Schließlich erfolgte die Auflösung des Geschehens über die Kerbeprinzessin selbst. Diese erklärte in einem eindrücklich vorgetragenen Monolog, dass sie sich aus sozialem Druck und der Angst, gesellschaftlichen Erwartungen nicht zu entsprechen, selbst vergiftet hatte. Mit der Sammlung kontrastiver Schlagworte zu Carolins Innenleben schlossen die Schülerinnen und Schüler das Stück schließlich in einem eindrucksvollen Gesamtbild, mit dem sie positive Aspekte über den Tod der Jugendlichen setzten.

Tatkräftig unterstützt wurde der DS-Kurs durch die Hilfspolizisten sowie die Organisation der Verpflegung an der Pausenstation aus dem Kulturkurs der Klasse 9 sowie dem DS-Kurs der MSS 10 unter der Leitung von Frau Kesser. Auch Leon Elis, Olivier Wittek sowie Aksanur Tasdemir (alle MSS 11) sorgten durch ihre Tätigkeiten als Techniker und Souffleuse für einen reibungslosen Ablauf des Abends. Besonderer Dank gilt auch der Unterstützung durch Milena Hartmann (9c) als Statistin sowie der professionellen Schminkhilfe. Unser FSJ’ler Alexander Hubig filmte die Aufführung und organisierte zudem an beiden Abenden den Ticketverkauf an der Abendkasse. Allen Kolleginnen und Kollegen, die die Stückentwicklung durch ihre Teilnahme an den Proben oder den Aufbau der Technik unterstützt haben, sei an dieser Stelle ebenfalls gedankt.

Es freut uns sehr, dass die Aufführungen des ersten DS-Jahrgangs mit insgesamt knapp über 200 Zuschauerinnen und Zuschauern so zahlreich besucht wurde, insbesondere auch von Schülerinnen und Schülern nahezu aller Jahrgänge, Ehemaligen und ihren Familien. Wir sind schon jetzt auf die Aufführung des kommenden DS-Jahrgangs gespannt und hoffen, dann wieder überrascht zu werden.